TEP Energy GmbH
Rotbuchstr. 68Ausgangslage:
Mit dem Merkblatt (MB) SIA 2040 hat der SIA ein Instrument geschaffen, um pezifische Primärenergie- und Treibhausgasemissionen von Neubau- und Erneuerungsprojekten mit definierten Zielwerten zu vergleichen. Damit kann die Tauglichkeitzu energiepolitischen Zielsetzungen (Energiestrategie, Klimawandel,
2000-Watt-Gesellschaft) überprüft werden. Das MB SIA 2040 hat eine Gültigkeit bis Ende 2014 und der SIA hat eine Überarbeitung beschlossen. Hierbei soll die
Anwendbarkeit des Instruments von Wohn-, Büro- und Schulgebäude auf weitere Gebäudetypen ausgedehnt werden. Der Einbezug aller Gebäudetypen ermöglicht
auch eine bessere Überprüfung der Konsistenz zwischen spezifischen Zielwerten pro Gebäude und aggregierten gesamtschweizerischen energiepolitischen Zielsetzungen.
Zielsetzung:
Das Projekt GEPAMOD greift zwei diesbezüglich wichtige Themen auf, nämlich das Thema der Auswirkung von Betrieb, Erstellung und Erneuerung von Gebäuden auf die gesamte Primärenergie und Treibhausgasen in einer konsistenten Einzelgebäude und Gebäudeparkbetrachtung sowie das Thema des Einflusses der Nutzungsdauer von Konstruktionen Materialien, Anlagen und Geräte auf diese Indikatoren.
Damit sollen u.a. Grundlagen für die Überarbeitung der SIA 2040 (Effizienzpfad) und für die Einschätzung der Kennwerte von weiteren SIA Normen und Merkblättern
(SIA 2024, SIA 380/4), indirekt aber auch für Portfolio-Betrachtungen, Ex-post-Analysen- und Energieperspektivenmodelle geschaffen werden. Konkret
verfolgt das Projekt zwei Hauptziele:
1. Darstellung der Bedeutung von spezifischen Kenn- und Zielwerten auf Ebene Einzelgebäude im Kontext einer aggregierten Gebäudeparkbetrachtung im
Zeitablauf bis 2050. Hierbei sind Kennwerte gemäss Methodik des SIA Effizienzpfades für bestehende Gebäude und ihre künftige Erneuerung sowie für
künftige Neubauten bzgl. Betriebsenergie und "Erstellungsenergie" so festzulegen, dass für den Gebäudepark der Schweiz als Ganzes die gesamtschweizerischen
Ziele der 2000-Watt-Gesellschaft und der Energiestrategie 2050 des Bundes erreicht werden. Damit sollen Grundlagen für in der Praxis anwendbare
Kennwerte im Sinne eines Umsetzungsinstruments geschaffen werden, welche mit den erwähnten Zielen kompatibel sind.
2. Aufzeigen des Einflusses von Annahmen zur Nutzungsdauer von Konstruktionen, Materialien, Anlagen und Geräten und anderen Einflussfaktoren in Gebäuden
in der Schweiz auf den Entwicklungspfad und auf die Zielwerte im Bereich Primärenergie- und Treibhausgasemissionen.
Das Projekt hat zum übergeordneten Ziel, auf Bedürfnisse der potenziellen Nutzniesser des Projekts einzugehen: SIA (Grundlagen für Normen und Merkblätter),
KBOB (KBOB-Empfehlungen), Baubranche/Gebäudewirtschaft (Nutzens eines Lebensdauer-Managements) sowie Bund, Kantone und Gemeinden (Gebäudeparkmodell
als Instrument für Wirkungsanalysen und Energieplanungen).
Der Schlussbericht des Projektes wurde am Freitag, 24. Juni 2016 veröffentlicht und kann hier abgerufen werden.