TEP Energy GmbH
Rotbuchstr. 68Im Auftrag der Stadt Zürich erarbeitete TEP Energy ein Konzept für die Energieversorgung 2050 der Stadt Zürich. Anhand von Szenarien wird die Machbarkeit einer 2000-Watt-kompatiblen Wärmeversorgung ermittelt.
Fazit:
Eine zur 2000-Watt-Gesellschaft kompatible Wärmeversorgung der Stadt Zürich ist machbar. Dies zeigen Berechnungen im Rahmen des «Konzept Energieversorgung 2050».
Basis bildet ein Gebäudeparkmodell, anhand dessen der gebäudebezogene Wärme- und Stromverbrauch für Raumwärme, Warmwasser, Kühlung, Lufterneuerung, Beleuchtung und weitere Stromanwendungen des stadtzürcherischen Gebäudeparks für zwei Haupt-Szenarien quantifiziert wurde. Die Szenarien unterscheiden sich in den Annahmen hinsichtlich der Effizienzentwicklung der Gebäude und ihrer für den Energiebedarf relevanten Ausrüstung.
Die Ergebnisse des Effizienz-Szenarios belegen, dass ein Absenkpfad gemäss den in der Gemeindeordnung der Stadt Zürich verankerten Vorgaben zur 2000-Watt-Gesellschaft auf der Basis der getroffenen Annahmen möglich ist. Für den Zeithorizont 2005 bis 2050 können folgende Schlüsse gezogen werden:
· Trotz Zunahme der beheizten und klimatisierten Flächen (Energiebezugsflächen, EBF) kann die Nachfrage nach Raumwärme um 35 % reduziert werden (Referenz-Szenario: minus 18 %).
· Für die Erreichung der 2000-Watt-Ziele ist zudem eine Änderung des Energieträgermixes erforderlich. Die lokal verfügbaren und die übrigen erneuerbaren Energieträger spielen eine wichtige Rolle, um Treibhausgas-Emissionen und den Verbrauch an nicht erneuerbarer Primärenergie für die Wärmeerzeugung deutlich zu reduzieren.
· Mit den unterstellten Annahmen lässt sich der gesamte Bedarf an Primärenergie um über 50 % reduzieren (Referenz-Szenario: minus 16 %). Beim Verbrauch an nicht erneuerbarer Primärenergie ist eine Reduktion von gut 90 % (Referenz-Szenario: minus 25 %) möglich, bei den Treibhausgas-Emissionen von 85 % (Referenz-Szenario: minus 41 %).
Verfügbare Berichte:
Kurzbericht: Konzept Energieversorgung 2050
Artikel in TEC21: Wärmeversorgung: Potenziale der Quartiere
Schlussbericht: Thermischer Energiebedarf in Zürich-Altstetten